Leben mit Krebs

Den Erkrankten gut begleiten

Ist die Diagnose Krebs ausgesprochen, hat sich die erschütternde Information gesetzt, müssen sich alle – die Betroffenen sowie Sie als Angehörige – gemeinsam in einem neuen, einem anderen Alltag zurechtfinden.

Arztgespräche, Therapien und Krankenhausaufenthalte eines Partners oder Elternteils stellen das gewohnte Leben völlig auf den Kopf, gekoppelt mit hoher emotionaler Anstrengung. Zweisamkeit, Freizeitaktivitäten, ein erfüllendes Berufsleben beispielsweise bekommen eine untergeordnete Bedeutung, werden nicht selten völlig ausgeblendet.

An Krebs zerbrechen oft Beziehungen. Versuchen Sie einen Ausgleich zu schaffen, gönnen Sie sich Erholung von den seelischen Strapazen, um die schwere Zeit gemeinsam durchzustehen. Das ist leichter gesagt als getan? Vielleicht helfen Ihnen die Informationen, Interviews mit Angehörigen sowie Experten auf den nächsten Seite.

Die drei Herausforderungen des Alltags meistern:

Therapie­be­gleitung und Arzt­gespräch

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Verände­rungen im Alltag

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Emotionale Heraus­forderungen

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„Räume zum Reden“

Initiative für Pflegende Angehörige

Oft leisten Angehörige Unermessliches in der Versorgung geliebter Menschen. Das geht auch aus dem aktuellen Ipsen-Report “Krebserkrankung und ihre Folgen” hervor. Darin wird deutlich, dass die emotionale Belastung von pflegenden Angehörigen so hoch ist, dass viele unter ständiger Angst, Trauer und Verzweiflung leiden. Daraus resultierend wünschen sich 45,3 % mehr Möglichkeiten, sich über ihre Gefühle auszutauschen. Doch fast 70 % der Angehörigen kennen keinerlei psychische Unterstützungs-Programme. Viele von ihnen kämpfen folglich selbst mit gesundheitlichen Problemen. 

Dabei sind die Familie und Freunde eines Schwerkranken elementar für den Behandlungsprozess und damit für das Gesundheitssystem. Leider werden sie noch viel zu wenig gehört. Es fehlt an Unterstützung. Es fehlt eine Lobby. Das soll sich ändern!

Die Initiative “Räume zum Reden” gibt Angehörigen von schwer oder chronisch kranken Patientinnen und Patienten eine Stimme – mit wichtigen Empfehlungen für das Leben und den Alltag. Hier  erfahren sie, wie sie mit Ihrer Angst und Trauer umgehen können oder wie sie bei aller belastender Inanspruchnahme gut auf sich achten. In diesem Jahr stehen pflegende Angehörige von Patienten mit Krebserkrankungen im Mittelpunkt.

Erfahren Sie mehr:   www.raeume-zum-reden.eu

Therapiebegleitung und Arztgespräch

Nach der ersten Diagnose „Krebs“ folgt eine Reihe von Untersuchungen, die Tage manchmal auch Wochen dauern können, bevor ein endgültiges Ergebnis feststeht. Das ist für Betroffene eine unerträgliche Zeit des Wartens, die einer besonderen Unterstützung bedarf. Zu bevorstehenden Arztgesprächen sollten Sie den Betroffenen begleiten, denn vier Ohren verstehen mehr als zwei. Außerdem ist es gut, gemeinsam zu erfahren, was genau bei der Therapie passiert, wie sie wirkt und welche Konsequenzen sie auf den familiären Alltag und die Lebensqualität haben wird.

Therapieentscheidung – Experten raten

Wie es in Beziehungen nun einmal ist – egal ob unter Partnern oder zwischen Eltern und Kindern, kann auch im Rahmen einer anstehenden Krebstherapie Uneinigkeit darüber herrschen, welche Therapie die beste ist. In diesen Momenten ist es wichtig, dass keine Meinung, der anderen übergestülpt wird, wenngleich diese noch so gut gemeint ist. Die Entscheidung des Betroffenen sollten Angehörige akzeptieren, auch wenn es schwerfällt. Ein Psychoonkologe kann den Prozess der Therapieentscheidung begleiten.

Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Chemo und die Herausforderungen

Nach der Diagnose stand fest, dass man mit einer Chemo gegen den Krebs vorgeht. Es folgten eine OP mit Biopsie, ein Lymphknoten wurde entnommen, untersucht…
Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken

Ein schwerer Weg zur Nähe

Es kam dann anders. Obwohl die Tumore zunächst verschwunden waren, kam der Krebs nach ein paar Monaten zurück. Deshalb bekam meine Mama eine speziellere hochdosierte…
Susanne sitzt beim Interview in einem dunklen Tanzsaal Susanne sitzt beim Interview in einem dunklen Tanzsaal

Zwischen Hoffnung und Hospiz

Es werden ja Therapien angesetzt und entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht oder es funktioniert nicht so gut. Dann weiß man okay, du hast…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Ergebnisse erwarten: Emotionale Achterbahn

Ganz regelmäßig musste Gerhard zum MRT oder zum CT. Und dort wurde immer geguckt, schlägt die Chemo an oder nicht. Und es gab beim allerersten…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Mutige Bindung: Gemeinsam gegen den Wandel

Die Möglichkeiten der Behandlung waren nicht sehr vielfältig. Es gab eine spezielle Chemo für Speiseröhrenkrebs, die als erstes angewandt wurde. Wenn die anschlug, gab es…

Leben mit Krebs: Begleitung und Therapie

Die Therapie beginnt unmittelbar und da möchte ich auch gleich mal eine Lanze brechen für die Therapeuten. Bei der Diagnose einer akuten Leukämie ist es…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Von Chemo zur Stammzelltherapie

Die erste Chemo war ambulant und lief soweit gut. Die Reha stand an, aber dann war der Krebs wieder da. Die Reha wurde abgesagt und…

Gemeinsam zum Arztgespräch

Vier Ohren hören mehr als zwei. Begleiten Sie Ihren Angehörigen zum Arztgespräch und bereiten Sie sich darauf vor, denn sicher sind Sie beide vor den anstehenden Gesprächen nervös und unsicher. In solchen Situationen vergisst man schnell wichtige Fragen. Hier haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie sich gut vorbereiten können.

  • Schreiben Sie Ihre Fragen im Vorfeld auf, um sie im Gespräch direkt parat zu haben. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar geblieben ist – selbst wenn Sie das Gefühl haben, das Wartezimmer ist voll und der Arzt hat keine Zeit mehr.
  • Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es sinnvoll, mit eigenen Worten zusammenzufassen, was ein Arzt gesagt hat, wie etwa: “Habe ich Sie richtig verstanden, dass …?”

Denkbare Fragen für das Gespräch beim Arzt finden Sie in dem eigenständigen Beitrag Fragebögen für das Arztgespräch. Hier haben wir Dokumente für Sie vorbereitet, die Sie direkt zum Termin mitnehmen können. Die Antworten können Sie gleich auf den Seiten stichpunktartig notieren.

Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Halt im Krankenhaus und die Perückenwahl

Ich habe sie fast täglich im Krankenhaus besucht und ihr oft etwas mitgebracht. Diese Station war schon eine heftige Nummer. Vor dem Leid, was man…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Arztgespräche: Vorbereitete Fragen

Ich kann mich noch genau an das erste Gespräch beim Onkologen erinnern, weil ich das so schräg fand: Der erzählte uns nämlich von irgendwelchen Burschenschaften…
Heidi Heidi

Im Schatten der Krankheit: Leben, Fragen, Hoffnung

Man darf sich nicht auf das verlassen, was einem gesagt wird, sondern ich denke schon, dass man vieles selbst hinterfragen muss – und in der…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Liebevolle Begleitung: Zweifel und Nähe

Ich hoffe, dass ich ihn auf meine Art unterstützt habe, wie er es brauchte. Und dennoch habe ich mich im Nachhinein oft gesorgt, dass es…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Vertrauen und Unterstützung beim Arzt

Bei den Arztgesprächen war ich konzentriert und habe versucht, alles aufzunehmen. Das ist gar nicht so einfach, obwohl der Onkologe gut war und alles allgemein…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Erdrückende Realität der Nacht

Also Gerhard kam ins Krankenhaus und wurde für die OP vorbereitet am nächsten Tag und ich bin dann nach Hause, habe erst mal Abendbrot gemacht…
Heidi sitzt beim Interview auf einer Couch vor einer weißen Wand Heidi sitzt beim Interview auf einer Couch vor einer weißen Wand

Im Krankenhaus: Ein Hauch Entlastung

In dem Moment, wo man das Krankenhaus betreten hat und mit einem Facharzt gesprochen hat, war sofort für mich als Gefühl der Entspannung da. Also…
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Diese Rechte hat ein Patient
  • Rechtzeitige und vollständige Aufklärung und Beratung durch die behandelnden Ärzte
  • Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung unter bestimmten Voraussetzungen (Kostenübernahme mit Krankenkasse klären)
  • Einsicht in Patientenakte
  • Umfassende Dokumentation über Therapien und Behandlungen
  • Beweispflicht des Arztes bei groben Behandlungsfehlern, ggf. Schadensersatz
  • Entscheidung der Krankenkasse über beantragte Leistungen wie Heil- und Hilfsmittel innerhalb von drei Wochen
  • Angemessene und qualifizierte Versorgung
  • Freie Arztwahl
  • Selbstbestimmung und Vertraulichkeit

Therapieende und danach?

Endlich wieder ein normales Leben leben – das wünschen sich Betroffene und Angehörige nach Abschluss aller strapaziösen Behandlungen. Doch kann man die Krankheit wirklich ausblenden und wie wahrscheinlich ist ein Rückfall?

Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken

Gemeinsam stärker gegen den Krebs

Nachdem die zweite Chemotherapie und die Stammzelltherapie erfolgreich beendet waren, war viele Jahre Ruhe. Meine Mutter war gesund, ihr ging es gut. Sie hat sehr…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Stärke im Wandel der Zeit

Ich kannte meinen Mann als sehr starken, agilen, fröhlichen Menschen. Und dann lag er da, wie in einem Wachkoma und oder noch unter Narkose, eingefallen,…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Krebs als Teil des Lebens

Die Krankheit Krebs gehört nun einmal mit zum Leben. Nicht nur zu unserem, sondern das ist eine Geißel der Menschheit. So hart das klingt, es…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Kontrolluntersucherungen die Hoffnung geben

Meine Frau musste ständig zu Kontrollen. Diese Bluttests waren wichtig, weil bei der Stammzelltherapie das Immunsystem einmal komplett ausgeschaltet und dann neu aufgebaut wird. Diese…

Veränderungen im Alltag

Eine Krebsbehandlung erfordert verschiedene Schritte und meist viel Zeit, auch für Sie als begleitende Angehörige. Sie sind nicht selten beansprucht, den Betroffenen zu Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlungen zu fahren und ihn anschließend auch zu Hause zu betreuen. Erkrankte sind in diesen Zeiten oft nicht sehr belastbar, vielleicht auch gereizt und abweisend. Sie hingegen sind mehrfach in der Pflicht – mit Haushalt, Beruf und der Organisation des täglichen Lebens. Gleichzeitig wollen Sie als verständnisvoller Partner den Betroffenen bestmöglich zur Seite stehen. Ein Spagat, der sich auf den Alltag und das Miteinander auswirkt. Das betrifft auch erwachsene Töchter oder Söhne, die plötzlich mit einer neuen Verantwortung konfrontiert werden.

Herausforderung Alltag

Eine Krebserkrankung, die damit verbundenen Therapien und emotionale Belastung hat auch Auswirkungen auf den Alltag einer Familie, auf gewohnte Abläufe und Strukturen. Manche versuchen weiter Normalität zu leben, für andere zählen mehr besondere Momente.

Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Alltag trotz Sturm: Kinder, Feste, Urlaub

Der Familienalltag lief normal weiter. Die Kinder wurden morgens wach, waren quirlig, mussten in die Kita und in die Schule. Sehr bald nach der Diagnose…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Gemeinschaftsgeist: Hilfe, Nähe und Zeit

Wir wohnen in einem Haus mit anderen Familien und ich hatte immer die Chance, die Kinder auch mal bei den Nachbarn abzugeben und meinen Mann…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Bürokratische Hürden

Auf Grund der Krankheit muss man viele Papiere ausfüllen – für die Krankenkasse, den Rententräger oder das Jobcenter, je nachdem in welchem Stadium man sich…
Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken

Lebensprioritäten neu sortiert

Durch die Krebserkrankung meiner Mutter habe ich einiges in meinem Alltag verändert. Ich habe häufiger Nein gesagt, wenn schon zu viel auf der To-do-Liste stand….
Domenic Wenz lehnt an einer Wand und blickt in die Kamera Domenic Wenz lehnt an einer Wand und blickt in die Kamera

Alltag neu definieren: Krebs & Familienleben

Nein, der Alltag ging nicht sofort ganz normal weiter. Das erste Mal, dass ich meine Mutter dann wiedergesehen hab, hatte sie natürlich eine Glatze und…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Alltag voller Leben und Lachen

Wir haben uns ganz bewusst entschieden, dass wir unseren Alltag ganz normal weiterleben. Das heißt, wir haben zusammen gegessen, wir haben im Hof mit unseren…

Kinder & Krebs: Emotionale Reise

Dann haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle drei Kinder mit der primären Diagnoseübermittlung, aber auch dann im weiteren Verlauf mit dem Therapieweg und mit…

Den Lebensstandard halten

Unser Gesundheitssystem sorgt glücklicherweise dafür, dass Erkrankte Zugang zu Therapien haben, ohne an die Kosten denken zu müssen. Aber wie sieht es aus, wenn plötzlich ein Einkommen im gemeinsamen Haushalt wegbricht oder nur wenig Erspartes vorhanden ist.

Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Geldsorgen, Hoffnung, Erleichterung: Unser Weg

Finanzielle Sorgen hatten wir am Anfang, als wir nicht wussten, wie der neue Arbeitgeber mit der Situation umgeht und die Krankheit meines Mannes akzeptiert. Als…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Gemeinsame Lasten, Kleine Freuden

Wir waren beide selbstständig und als Gerhard krank wurde, brach natürlich erst mal ein Einkommen komplett weg und wir wussten ja auch nicht, wie es…

Psychische Belastung und Hilfe

In einer Zeit der Furchtsamkeit, der emotionalen Auf und Abs entwickeln Paare und Familien ihre eigene Überlebensstrategie. Angehörige nehmen sich im Alltag oft zurück, obwohl sie Zuwendung ebenso dringend nötig haben, wie die Betroffenen selbst.

Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken

Offene Gespräche über die Krankheit

Ich habe mit meiner Mutter sehr offen über die Krankheit gesprochen. Es bringt nichts, sich irgendetwas schön zu reden. Das empfand ich als sehr wichtig….
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Gemeinsames Reden, Blick nach Vorn

Wir haben immer geredet, wenn es notwendig war oder wenn ein Anlass war: Wieder eine Untersuchung, wieder ein Ergebnis, wieder ein neuer Therapie Versuch. Da…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Balance zwischen Job und Kampf: Sein Weg

Mein Mann fing kurz nach der Diagnose einen neuen Job an. Er hatte die Erkrankung zum Glück mit seiner Firma besprochen, ging offen damit um,…

Freundschaft & Krebs: Ein Balanceakt

Wir hatten auch eine Freundin, die Kinderpsychologin ist, die sich meiner Kinder angenommen hat. Die Einzeltherapiegespräche geführt hat. Ich persönlich habe mir auch professionelle Hilfe…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Im vollen Einsatz für die Frau

Die Frage nach meinen Bedürfnissen stellte sich nicht. Es war klar: Ich habe eine kranke Frau und um die muss ich mich kümmern. Alles andere,…
Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken Christin Jabbusch im Interview über ihre Mutter zum Thema Angehörige von Krebskranken

Der emotionale Perückenkauf

Nach dem Beginn der Chemotherapie mussten wir uns um eine Perücke kümmern. Der Besuch im Laden war für mich sehr emotional. Meine Mama, meine Tante…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Wechselnde Phasen: Zwischen Angst und Stärke

Ich habe viele verschiedene Phasen durchlebt. Als die Chemo begann, habe ich die Tage gezählt bis endlich die erste Untersuchung anstand, ob sie anschlug. Ich…
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Tipps und Hinweise für Angehörige
  1. Um eine Krebserkrankung über einen langen Zeitraum durchzustehen, sollten Sie als Team funktionieren. Ärzte und Therapeuten können Sie in diesem Prozess unterstützen.
  2. Als Angehöriger stehen Sie Ihrem Partner oder Elternteil emotional bei, organisieren den Alltag oder begleiten die Betroffenen zu Therapien. Sie sind jedoch nicht verantwortlich für den Erfolg von Behandlungen. 
  3. Kleine Erfolge und Fortschritte sollten Sie gemeinsam feiern. Das sorgt für Glücksmomente, die Sie und der Betroffene unbedingt brauchen.
  4. Sorgen Sie für den Notfall vor. Bestimmen Sie gemeinsam, wer von Freunden oder Familienangehörigen einspringt, falls Sie krank werden oder einmal nicht zur Verfügung stehen.
  5. Suchen Sie sich Hilfe bestenfalls bevor Ihnen die Fürsorge und Betreuung über den Kopf wächst bei Therapeuten, Krankenkassen, Pflegediensten und Selbsthilfegruppen.
  6. Achten Sie auf Ihre Psyche, gönnen Sie sich Auszeiten und Erholung  nur für sich allein.

Emotionale Herausforderungen

Die emotionalen Belastungen einer Krebserkrankung sind auf beiden Seiten enorm. Ängste und Sorgen begleiten Erkrankte, aber auch Sie auf Schritt und Tritt. Und weil der Krebs jedes Problem, jede alltägliche Hürde, eben alles in den Schatten stellt, kennen Sie sicher auch das Problem, dass Ihre eigenen Bedürfnisse und Empfindungen kaum Raum haben. Das ist auf Dauer nicht gesund. Konflikte und Missverständnisse entstehen, oft auch weil Intimität und lustvolle Zweisamkeit nicht mehr so gelebt werden wie vor der Diagnose. Den Krebs ausblenden und sich einfach nur der Liebe und Nähe des anderen hingeben “wie früher”, fällt vielen schwer. Gerade dann ist es wichtig, sich gegenseitig keinen Druck zu machen und über seine Gefühle zu sprechen.

Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Stärke in Belastung: Nähe und Dankbarkeit

Ich glaube, unsere Beziehung hat sich an sich gar nicht so großartig verändert. Das wird man oft gefragt: Ist sie denn intensiver geworden oder so?…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Intime Verbundenheit: Nähe in Veränderung

An diesem Wochenende zu zweit sind wir uns als Paar noch einmal nähergekommen. Danach ging es ihm körperlich so schlecht, sodass es dafür kein Bedürfnis…
Heidi sitzt beim Interview auf einer Couch vor einer weißen Wand Heidi sitzt beim Interview auf einer Couch vor einer weißen Wand

Ernährung: Gemeinsamer Neustart

Wir haben wirklich gerade beim Thema Ernährung einen ganz harten Cut gemacht. Also wir sind da sehr zur Basis zurückgekehrt. Also ich habe da auch…
Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken Carolin Kolbeck im Interview zum Thema Angehörige von Krebskranken

Gespräche der Nähe: Unerwartete Intensität

Durch die Erkrankung führten wir als Paar plötzlich andere Gespräche. Im Alltag mit kleinen Kindern dreht sich Vieles um Organisatorisches, z. B. wer ein Kind…
Heidi Heidi

Zusammen stark: Liebe in schweren Zeiten

Also ich denke, dass es enger geworden ist, dass sie vorher schon sehr eng zusammen waren miteinander und auch schon die gleichen Ziele hatten. Und…
Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken Ferdinand Jabbusch im Interview über ihre Ehefrau zum Thema Angehörige von Krebskranken

Wenn die Erkrankung die Beziehung stärkt

Natürlich greift so eine Erkrankung massiv in die Beziehung ein. Denn das ist kein Alltag. Da sind so viele Dinge, die neu sind und die…
Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes Jana Lindner ist Angehörige eines Krebserkrankten Mannes

Intimität in Veränderung: Unsere Nähe

In körperlicher Hinsicht und was Zärtlichkeit angeht, da hat sich eigentlich kaum was verändert, außer dass man natürlich kurz nach der OP ein bisschen sensibler…

Weiterführende Empfehlungen

Die Patientenratgeber der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft in der Reihe „Die blauen Ratgeber“ informieren seit 1994 allgemein verständlich über verschiedene Krebsarten, deren Früherkennung, Diagnose und Therapie sowie über Nachsorge. Darüber hinaus werden übergreifende Themen erläutert, beispielsweise Wege zu Sozialleistungen und Hilfen für Angehörige. Experten aus dem medizinischen Bereich prüfen die darin enthaltenen Fachinformationen.

Die Broschüre „Patienten und Ärzte als Partner – Die blauen Ratgeber 43“ richtet sich an Krebsbetroffene, Angehörige und Interessierte. Sie gibt Antworten auf medizinisch drängende
Fragen und bietet konkrete Hilfen an, um die Erkrankung zu bewältigen. Es werden Perspektiven für ein Leben mit und nach Krebs aufgezeigt.

Patienten und Ärzte als Partner – Die blauen Ratgeber 43“
Wir danken für die freundliche Unterstützung