4. German Cancer Survivors Day im Sony Center Berlin
Der German Cancer Survivors Day (GCSD) wurde am 7. Juni 2018 zum 4. mal veranstaltet. Veranstalter ist die Deutsche Krebsstiftung. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet im Sony Center am Potsdamer Platz im Herzen Berlins statt. Die Idee ist, Betroffenen mit oder nach Krebs eine Bühne zu bereiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre ganz persönliche Geschichte im Umgang mit Krebs zu erzählen. Es geht um ihre Ängste, Zuversicht, Siege, Niederlagen und ihren ungebrochen Mut und ihre Lebensfreude. Damit geben sie Beispiele, wie bspw. eine Krebsdiagnose im Leben zu intergrieren geht. Die Protagonisten eint in der Regel eine existienzelle Diagnose und hierzu findet jeder seinen persönlichen Zugang und Umgang. Es sind die berührenden Geschichten, die an diesem Tag im Vordergrund stehen, nicht die Behandlungskonzepte. Es geht um die Beschreibung des Weges „Zürück ins Leben“. Ebenfalls treten Experten auf wie Onkologen, Funktionäre diverser Krebsgesellschaften, Psycho-Onkologen und Bundestagsabgeordnete, sowie Prominente auf.
Transcript
Hier im Sonicenter ist sehr vielfu00e4ltig, sehr emotional, ganz unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Erkrankungen.
Wir haben lange u00fcberlegt, wo wollen wir hin?Wir wollen natu00fcrlich mitten in die Gesellschaft.Wir wollen dahin, wo Menschen sich treffen, wo das Thema auch vielleicht son bisschen schwierig sein ku00f6nnte.
Der Veranstaltungsort ist gut gewu00e4hlt, unser Anliegen, Cancer Survivors, wir unterstu00fctzen euch, an die u00d6ffentlichkeit zu bringen.
Wer kann das besser als Menschen, die betroffen sind oder waren?
Der kennt das Survival, der zeigt einfach, dass Krebs ins Leben gehu00f6rt.
Wir mu00f6chten eigentlich mit diesem Tag u00f6ffentlich vermitteln, dass man Angebote einholen kann, wo es Hilfe gibt, wo man sich unterstu00fctzen lassen kann und dass grade auch Menschen ihr Schicksal erzu00e4hlen, das anderen vielleicht eine Hilfestellung gibt.
Mut machen und sagen, pass auf, der Tag ist es wert, wertvoll gelebt zu werden.
Canso Survivor ist derjenige, der sein Leben weiterlebt,
der mit der Diagnose konfrontiert wird und durch die ganzen Phasen hindurchgehen muss.
Egal wie lang die Periode nach der Diagnosestellung war.
Dem Thema des Stirnbildes.
Dass der sagt, ich geh dagegen an und versuche wirklich, das zu bewu00e4ltigen.
Kraft geschu00f6pft hat, aber auch vielleicht einiges veru00e4ndert hat.
Viele sind dann einfach u00fcberfordert, mit anderen Menschen daru00fcber zu reden, weil viele Menschen plu00f6tzlich mit ihrer eigenen Endlichkeit konfrontiert werden, wenn sie das Thema Krebs hu00f6ren und davor haben sie Angst.
Und da ist es wichtig, dass wir das immer wieder aus der Perspektive der Betroffenen sehen.
Krebs ist eine Erkrankung, die ins Leben eingreift, aber die nicht unbedingt das Leben nimmt.
Fast die Hu00e4lfte der Krebserkrankung sind heute heilbar geworden.Und Krebs ist schon lange eine chronische Erkrankung fu00fcr viele.
Und da ist es ganz, ganz wichtig, den Betroffenen, den Menschen zu sagen, ihr seid nicht allein.Das ist Thema in Mitte der Gesellschaft.Wie begegne ich
Freunden, Angehu00f6rigen, Kollegen in meiner Familie Betroffenen, die Krebs haben?
Ganz wichtiges Thema ist Krebs am Arbeitsplatz.Auch da werden die Betroffenen hu00e4ufig doch nicht so angenommen oder so behandelt, wie wir uns das vorstellen.
Es ist unnu00f6tig, dass wir das so tabuisieren.Ich glaub schon, dass es hilfreich ist einfach, wenn man das Thema transparent macht, offen diskutiert.
Dass es ein beru00fchrungsangstfreies Umgehen mit der Diagnose Krebs und mit den Betroffenen gibt.
Die Menschen haben immer weniger Zeit, ihre Fragen zu klu00e4ren und wenn man dem Raum nicht schenkt, wie sollen Erkrankte denn fu00fcr sich einen Umgang finden?
Man muss u00fcber die Vorsorge, Fru00fcherkennung reden, weil Krebs ist heilbar.Das sieht man dann an uns, an Prostatakrebs.Der ist nicht erkennbar, nicht spu00fcrbar erst mal.
Egal welche Tumorerkrankung, egal ob angeheuerter Betroffener, man findet zusammen und redet da dru00fcber.
Jeder Mensch weiu00df, dass er achtsam zu sich selber sein muss.
Ich habe von Anfang an, von Beginn an meiner Erkrankung Quellen gesucht, die kompetent sind, hab die aussortiert, die nicht kompetent sind, hab fu00fcr mich das Wissen aufbereitet.Und das fu00fchrte dazu, dass ich dann auch in gewisser Weise auf Augenhu00f6he mit meinen u00c4rzten diskutieren konnte.
Wir u00c4rzte und auch die Pflege mu00f6chte gerne mehr Zuwendung zum Patienten, zu den Reizsuchenden bringen, damit auch die Krebserkrankung erklu00e4rt wird.Und was uns auch natu00fcrlich auch noch fehlt in diesem Zusammenhang, es sind die Langzeitu00fcberlebenden, wie wir damit umgehen.
Mit 33 Jahren bin ich an 1 Leuku00e4mie erkrankt.Das ist jetzt 10 Jahre her und das beschu00e4ftigt mich immer noch.Also ich leide unter massiven Partie nach Krebs und setze mich dafu00fcr ein in dem Verein Leben nach Krebs, dass die Menschen daru00fcber aufgeklu00e4rt werden und wir helfen ihnen dabei, wieder zuru00fcck ins Arbeitsleben und in den Alltag zu finden.
Mein Anliegen ist, dass auch der Kinderwunsch von Krebspatienten beru00fccksichtigt wird.
Ich war heute hier zum Thema Kinderwunsch nach Chemotherapie mit dem Ziel, dass wir junge Frauen mehr informieren, dass es ein Mu00f6glichkeit gibt, nach 1 Chemotherapie noch ein Kind zu bekommen.
Und ich hatte Gelegenheit, meine Herzensangelegenheit auch noch mal an die Politik zu richten, nu00e4mlich dass diese fantastischen Entwicklungen in der Medizin auch Auswirkungen haben mu00fcssen auf eine Weiterentwicklung der Sozialgesetzgebung.
Ich denke, fu00fcr mich ist heute wichtig, dass ich den Darmkrebspru00e4ventionspreis verleihen darf.Ein Preis, der von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Krebsstiftung und der Stiftung Lebensblicke ausgelobt wird und der heute einem Wissenschaftler zugutekommt, der ganz entscheidend auf dem Wege der Pru00e4vention des Darmkrebses gearbeitet hat.
Dafu00fcr zu stehen als Rehabilitationsvertreterin, dass Rehabilitation genau auch Raum und Zeit schenkt, dass noch viel, viel mehr Krebs Erkrankte dieses Recht sich nehmen, Rehabilitation als Leistung fu00fcr sich in Anspruch zu nehmen.
Ich war halt auf der Bu00fchne mit der Frau 1 ehemaligen Arbeitskollegen, der Krebs hatte.Und wir haben dru00fcber gesprochen, wie wir und wie Firma und die Kollegen damit umgegangen sind.
Wie man auch in der menschlichen Art und Weise das ins Arbeitsleben integriert und als Arbeitgeber die richtige Einstellung dazu findet, den Kollegen nicht fallen zu lassen und ihm die Chance zu geben, sein Arbeitsleben damit weiterzufu00fchren.
Es ist fu00fcr uns enorm wichtig, immer wieder zu sehen, dass es Menschen gibt, die lange mit Krebs leben, die gut damit leben und die wieder voll
im Leben stehen.Ich erleb und verspu00fcr auch fu00fcr mich selber eine Faszination, wie doch Krebserkrankte ihren Kampf mit dieser Krankheit bestritten haben, welche Lebenshaltung sie durch das Leben tru00e4gt trotz oder mit der Krankheit.Es ist einfach faszinierend, diese Menschen zu erleben erleben zu du00fcrfen.