Das Wort „Krebs“ aussprechen
Thomas Götz sagt:
Ich mag das Wort „Krebs“ nicht. Es klingt für mich viel schrecklicher als ein Tumor. Wenn die Leute sagen, dass ich Krebs hatte, sage ich: „Nein, ich hatte einen Tumor in mir.“ Das klingt für mich, um das Ganze zu verarbeiten und zu hören, angenehmer, als wenn ich sage: „Ich hatte Krebs.“ „Krebs“ ist für mich einfach ein Begriff, wo sich viel schlimmer anhört. Ich hatte einfach nur ein Gewebe in mir, einen Tumor in mir, Gewebe in mir, das da nicht hingehörte. Ich bin kein so ein Typ, wo gern darüber redet. Also die haben mir damals auch angeboten im Krankenhaus, dass ich mit einem Psychologen reden kann oder mit der Familie drüber reden kann. Aber ich bin generell so ein Typ, der erst selber damit zurechtkommen muss und das verarbeiten muss. Ich bin einer, der sehr introvertiert ist in diesen Dingen, ich rede da nicht gern darüber. Es ist, klingt ein bisschen egoistisch, ist meine Sache, mit der muss ich zurechtkommen. Und da waren schon manche verwundert, dass ich jetzt zum Beispiel nicht mit einem Psychologen oder nicht mit einem Pfarrer oder nicht mit einem Familienmitglied drüber sprechen mochte. Jetzt sind mittlerweile fünf Jahre gegangen, ich hatte vor Kurzem die Nachuntersuchung, wo die Ärztin mir sagte, man kann allmählich von Heilung sprechen. Jetzt, mit diesem Interview hier auch, dass ich hier geben darf, ist für mich so der Zeitpunkt erreicht, wo ich sage, okay, es kommt die Heilungsphase oder der Heilungsprozess ist jetzt abgeschlossen, jetzt kann man auch mal zurückblicken. Was war denn eigentlich alles wirklich so?
Transcript
Ich mag das Wort Krebs nicht.Das klingt fu00fcr mich viel schrecklicher als Tumor.Wenn die Leute sagen, dass ich Krebs hatte, sage ich, nein, ich hatte Tumor in mir.Das klingt fu00fcr mich, das Ganze zu verarbeiten und zu hu00f6ren, angenehmer, als wenn ich sage, ich hatte Krebs.Krebs ist fu00fcr mich einfach Begriff, wo sich viel schlimmer anhu00f6rt.
Ich hatte einfach nur Gewebe in mir, 'n Tumor in mir, Gewebe in mir, dass da nicht hingehu00f6rte.Ich bin kein son Typ, wo gern daru00fcber redet.Also die haben mir damals auch angeboten im Krankenhaus, dass ich mit einem Psychologen reden kann oder mit der Familie daru00fcber reden kann, also fu00fcr mich.Ich bin generell son Typ, der erst selber damit zurechtkommen muss und das verarbeiten muss.Ich bin 1, der sehr introvertiert ist in diesen Dingen.
Ich red dann nicht gern daru00fcber.Es ist, klingt bisschen egoistisch, ist meine Sache.Mit der muss ich zurechtkommen.Und da waren schon manche verwundert, dass ich jetzt Beispiel nicht mit einem Psychologen oder nicht mit einem Pfarrer oder nicht mit einem Familienmitglied dru00fcber sprechen mochte.Jetzt sind mittlerweile 5 Jahre gegangen.
Ich hatte vor Kurzem die Nachuntersuchung, wo die u00c4rztin mir sagte, man kann allmu00e4hlich von Heilung sprechen.Jetzt mit diesem Interview hier auch, das ich hier geben darf, ist fu00fcr mich so der Zeitpunkt erreicht, wo ich sag, okay, jetzt kommt die Heilungsphase oder der Heilungsprozess ist jetzt abgeschlossen.Jetzt kann man auch mal zuru00fcckblicken, was war denn alles wirklich so?
- person Thomas Götz
- coronavirus Hodenkrebs
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