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Antihormontherapie bei Brustkrebs

Wie hast du die Antihormontherapie erlebt? Diese Frage stellen sich insbesondere Menschen mit Brustkrebs.

Katharina Erkelenz verarbeitete ihre Krebserkrankung durch intensive Recherche und mithilfe sozialer Medien. Trotz Brustkrebs fühlte sie sich dadurch schnell wieder handlungsfähig.

Porträt Katharina Erkelenz

Antihormontherapie bei Brustkrebs

Katharina Erkelenz sagt:

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, muss ich sagen, dass ich die Nebenwirkungen unter der Antihormontherapie als heftiger noch empfinde als die Nebenwirkungen unter der Chemotherapie. Das Nebenwirkungsmanagement im Rahmen der Chemotherapie, das war so astrein, ich musste mich nicht einmal übergeben, ich war natürlich geschwächt. Das war wirklich eine schwierige Zeit, eine sehr anstrengende, körperlich anstrengende, psychisch anstrengende Zeit. Aber sie war begrenzt zeitlich, das waren insgesamt 16 Wochen. Und jetzt ist es so, dass ich eine Antihormontherapie mache, die mindestens fünf Jahre dauert, besser sind zehn. Und da muss man sich dann, wie ich finde, mit einem sehr jungen Alter mit heftigen Nebenwirkungen auseinandersetzen wie Hitzewallungen, Schmerzen in den Gelenken und in den Knochen, Schwäche, Fatigue, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen. Und es ist halt immer, irgendwas ist immer. Und ich habe jetzt versucht, die Situation für mich zu verbessern, indem ich meine Antihormontherapie verändert habe. Für mich kommt es nicht in Frage, die jetzt abzusetzen oder aufzuhören, ich betrachte das als meine Lebensversicherung. Aber ich habe meinen Weg geändert, ich habe mein Segel anders in den Wind gesetzt sozusagen und habe das intensiv mit meinem Arzt besprochen und bin auch der Meinung, da muss man dann sich das auch detailliert erklären lassen und auch einfordern vom Arzt, was es da für Möglichkeiten gibt. Denn er ist ja derjenige, der mit seiner Erklärung mir einen anderen Weg auch aufzeigen kann. Ich habe zum Beispiel in der Phase tatsächlich auch mal auf eine Zweitmeinung gesetzt, weil mir die Aussage meines ersten Arztes nicht klar war oder nicht detailliert genug, für mich keine Klarheit brachte. Und ich bin dann ganz bewusst zu einem anderen Arzt gegangen, der hat sich dann hingesetzt und mir das en détail und breit erklärt und konnte mich dann davon überzeugen, diesen anderen Weg einzuschlagen. In der Antihormontherapie, unter dem Medikament, was ich zu Beginn genommen habe, da wird man einfach als Frau zeitlich in die Wechseljahre versetzt. Und das macht viel mit einem Körper. Die Figur verändert sich, man setzt, wie man so schön sagt, hier am Schwimmring an. Und die Haut verändert sich, die Spannkraft lässt nach, man altert schnell, subjektiv gesehen. Und da hatte ich ein größeres Thema mit.

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